Fliesen: Fertig ist der Lack

von Eilin Seidel

Fliesen aus den Sechziger- und Siebzigerjahren sind Geschmacksache. Einige Menschen stehen auf «Retro-Schick», andere finden das einfach nur scheußlich. Anhänger der zweiten Gruppe können beruhigt aufatmen: Mit einem Speziallack lässt sich selbst die hässlichste Fliese problemlos aufpeppen.

Sie können die Fliesen in Küche oder Bad nicht mehr sehen? Greifen Sie zu Fliesenlack statt zu Hammer und Meißel. Mit ihm hübschen Sie Wandfliesen schnell und unkompliziert auf. Bevor Sie loslegen, sollten Sie jedoch Ihren Vermieter fragen.

  Blitzblank vorarbeiten

Mit seiner Erlaubnis in der Tasche können Sie zur Tat schreiten: Greifen Sie zu Allzweckreiniger, Lappen sowie Bürste und reinigen Sie die Fliesen gründlich. Rauen Sie kleine Unebenheiten oder glasierte Flächen eventuell mit Schleifpapier auf – je nachdem, was in der Gebrauchsanweisung des Lacks steht. Die sollten Sie sowieso besonders aufmerksam studieren, da es zwischen den einzelnen Produkten kleine, aber feine Unterschiede gibt. Besorgen Sie sich außerdem Einmal-Handschuhe. So beugen Sie fleckigen Händen und hartnäckigem Schrubben vor.

  Schicht für Schicht

Auf die sauberen Fliesen tragen Sie zunächst eine Grundierung auf. Gehen Sie dabei sehr sorgfältig vor und lassen Sie keinen einzigen Quadratmillimeter aus. Schließlich soll der Lack Ihrer Wahl später gut haften. Sobald die Grundierung trocken ist – das dauert mindestens 30 Minuten – können Sie mit dem Lackieren beginnen. Arbeiten Sie in einzelnen Abschnitten von circa vier mal vier Fliesen und tragen Sie den Lack mit einer Schaumstoffwalze von einer Fugenseite zur anderen auf. Besonders dunkle Fugen lackieren Sie am besten vor. Lassen Sie die erste Schicht sechs Stunden trocknen, bevor Sie, mit einer neuen Schaumstoffrolle bewaffnet, die zweite angehen. Diese braucht etwa zwölf Stunden zum Trocknen.

  Zielgerade Fugen     

hre Fliesen strahlen Ihnen bereits in einer frischen Farbe entgegen. Aber irgendwie fehlt noch was … Richtig, die Fugen sind ja auch unter dem Lack verschwunden! Zeit für selbstklebende Fugenstreifen. Verkleben Sie zunächst die senkrechten Linien, anschließend die waagerechten. Im letzten Schritt greifen Sie zu einer weiteren Schaumstoffrolle und tragen eine abschließende Versiegelung auf. Gönnen Sie ihr einen Tag zum Trocknen. Gereinigt werden sollte die Fläche allerdings frühestens nach einer Woche. Erst dann sind alle Schichten völlig ausgehärtet. An den neuen Farben erfreuen dürfen Sie sich selbstverständlich schon vorher!

 

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