Zimmertür reparieren

von Eilin Seidel

Mit Türen ist es so eine Sache. Tagaus, tagein funktionieren sie reibungslos, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen. Bis sie plötzlich anfangen zu klemmen, zu quietschen oder über den Fußboden zu schleifen. Die Reparatur kann von jeder Heimwerkerin problemlos durchgeführt werden.

Holz «arbeitet»: Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab, wobei es sich dehnt beziehungsweise zusammenzieht. Kein Wunder also, dass die Tür irgendwann klemmt oder schleift. Oft gibt sich das nach einiger Zeit ganz von selbst wieder. Allerdings können Sie schon vorher Abhilfe schaffen.

Quietschen war gestern

Für diese einfache Reparatur müssen Sie nicht gerade die Welt aus den Angeln heben. Die Tür allerdings schon. Öffnen Sie sie zur Hälfte, umfassen Sie beide Türklinken, klemmen Sie sich das Türblatt zwischen die Knie und gehen Sie ganz leicht in die Hocke. Ein kräftiger Ruck nach oben, und schon lösen sich die Bänder. Halten Sie die Tür gut fest, damit sie nicht umfällt. Bei älteren Modellen müssen Sie eventuell vorher eine Schraube lösen. Auch rostige Bänder erschweren das Ausheben mitunter. Ihre Tür quietscht? Dann zücken Sie das Scharnieröl. Träufeln Sie es auf die Türbänder und tupfen Sie überschüssige Flüssigkeit mit Küchenpapier ab. Schon ist wieder Ruhe!

Eine Frage von Millimetern

Wenn die Tür klemmt oder schleift, reichen oft schon Korrekturen an den Türbändern. Die Bandoberteile am Türblatt lassen sich durch die Schraubverbindung leicht ausrichten. Die Unterteile können Sie über eine Stellschraube im Rahmen regulieren. Eine weitere Möglichkeit bilden sogenannte Fitschenringe. Positionieren Sie ein bis zwei dieser kleinen Unterlegscheiben auf den Bandunterteilen im Türrahmen. Auf diese Weise erhöhen Sie die Tür um einige Millimeter. Hängen Sie sie wieder ein und prüfen Sie durch mehrmaliges Öffnen und Schließen, ob sie nun besser funktioniert.

Wo gehobelt wird …

In besonders hartnäckigen Fällen schleift die Tür nach diesen Maßnahmen immer noch. Jetzt heißt es zu härteren Mitteln greifen: dem Hobel. Öffnen Sie die Tür zunächst ganz langsam um herauszufinden, an welchen Stellen sie den Boden berührt. Markieren Sie diesen Bereich mit einem Bleistift. Anschließend können Sie die Tür erneut aushängen und auf zwei Holzböcke legen. Setzen Sie den Hobel an der Markierung schräg an und fahren Sie von innen nach außen kräftig über die Unterkante. Passen Sie aber auf, dass die Tür nicht plötzlich zu kurz ist! Am besten probieren Sie sie zwischendurch mal aus. Zum Schluss glätten Sie die Hobelkanten mit feinem Schleifpapier (180er) und hängen die Tür wieder ein.

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